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Valerie Louri 6tet - LIVE PICS |
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veranstaltungsort: Sägewerk
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fotos: © josef maier,
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Tag 8: Les Chansons de Martinique
Konzertbericht von Thomas Hein
Les Chansons de Martinique
Valérie Louri Sextet im Sägewerk
Am Freitagabend kehrte das Festival zum abschließenden Wochenende wieder ins „Stammhaus“,
das Sägewerk zurück. Für das wegen eines „kaum ablehnbaren Angebotes“ abgesagten Konzertes
von Pierre Charial und Michel Riessler musste Sepp Grabmaier noch nach der Fertigstellung
des Programmheftes für Ersatz sorgen - und spielte die Weltmusik-Karte. Paris und Frankreich
waren durch ihre ehemaligen Kolonien immer schon eine Drehscheibe für Künstler aus jenen
Ländern, die in Paris und von Paris aus ihre Karriere starteten. Speziell die Vermischung
afrikanischer Musik mit anderen Genres hat Paris - neben London - zum Zentrum afrikanischer
Kunst und Kultur in Europa gemacht. Vor allem SängerInnen, E-Bassisten und KünstlerInnen auf
dem weiten Feld der Perkussion haben nach wie vor ihren festen Platz in der Musikszene, aus
diesem großen Reservoir treten immer wieder neue Formationen mit interessanten Konzepten ins
Rampenlicht der internationalen Konzertbühnen.
Die aus Martinique stammende Sängerin Valérie Louri sorgte erwartungsgemäß mit ihrem Sextett
für ausgelassene Feier-Stimmung und überzeugte mit ihrer Stimme ebenso wie mit ihrer charmanten
Conference, mit großer Bühnenpräsenz und als ihre Band steuernde Leaderin. Wenn man eine ähnlich
konzipierte Musikmelange etwa vom Orchestra Baobab, Habib Koité oder Youssou N’Dour auf höchstem
Niveau kennt, ihre repetierenden und soghaften Rhythmus- und Melodiefiguren schätzt, mit denen
sie ihre Geschichten erzählen, fallen auch die Unterschiede stärker ins Auge. Wo sich die Systeme
stark ähneln – und an die musikhistorisch nachweisbaren Wanderströme der afrikanischen Musik nach
Kuba durchaus hörbar sind – sorgt das solistische Können der KünstlerInnen für die Glanzlichter im
faszinierenden Strom der afrikanischen Musik. In diesem Bereich liegt das größte Manko von Louris
(Tour)band, die kurzen Einwürfe, von Gitarre über Violine bis zum Perkussionisten konnten nicht
überzeugen, allein Bassist Stéphane Castry zeigte seine Möglichkeiten auf, stand aber sonst zu
sehr im Hintergrund. Vielleicht könnten abwechslungsreichere Arrangements, wie man sie von den
„Zap Mamas“ und der aus dem Kongo stammenden Marie Daulne kennt, die inhaltliche Substanz heben,
um auch auf großen Bühnen bestehen zu können.
Das künstlerische Potential von Valérie Louri ist in jeder Hinsicht vorhanden, um ihre afrikanischen
Chansons samt deren folkloristischen Wurzeln ins 21te Jahrhundert zu transportieren, müssen aber noch
zahlreiche musikalische Aufgaben gelöst werden. Einen mitreißenden Abend konnte die Sängerin im gut
besuchten Sägewerk den begeisterten BesucherInnen aber auf jeden Fall bieten.
Thomas Hein
Tickets & Info: 06432 / 61 64
Das kommende Programm :
Sa, 20.03.2010 20.30
Sägewerk Bad Hofgastein
Kouyaté & Neerman 4tet
So, 21.03.2010 11.00
Hotel Helenenburg Bad Gastein
JAZZBRUNCH mit dem Harri Stojka 4tet
So, 21.03.2010 20.00
Sägewerk Bad Hofgastein
Michel Portal & Jacky Terrasson
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