Jazz im Sägewerk A-5630 Bad Hofgastein
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Valerie Louri 6tet - LIVE PICS

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

Valerie Louri 6tet live im Sägewerk

   veranstaltungsort: Sägewerk

fotos: © josef maier,

Snow Jazz Gastein: Konzertbericht aus dem Sägewerk - Freitag, 19.03.2010

Tag 8:
Les Chansons de Martinique

Konzertbericht von Thomas Hein


Les Chansons de Martinique
Valérie Louri Sextet im Sägewerk


Am Freitagabend kehrte das Festival zum abschließenden Wochenende wieder ins „Stammhaus“, das Sägewerk zurück. Für das wegen eines „kaum ablehnbaren Angebotes“ abgesagten Konzertes von Pierre Charial und Michel Riessler musste Sepp Grabmaier noch nach der Fertigstellung des Programmheftes für Ersatz sorgen - und spielte die Weltmusik-Karte. Paris und Frankreich waren durch ihre ehemaligen Kolonien immer schon eine Drehscheibe für Künstler aus jenen Ländern, die in Paris und von Paris aus ihre Karriere starteten. Speziell die Vermischung afrikanischer Musik mit anderen Genres hat Paris - neben London - zum Zentrum afrikanischer Kunst und Kultur in Europa gemacht. Vor allem SängerInnen, E-Bassisten und KünstlerInnen auf dem weiten Feld der Perkussion haben nach wie vor ihren festen Platz in der Musikszene, aus diesem großen Reservoir treten immer wieder neue Formationen mit interessanten Konzepten ins Rampenlicht der internationalen Konzertbühnen.
Die aus Martinique stammende Sängerin Valérie Louri sorgte erwartungsgemäß mit ihrem Sextett für ausgelassene Feier-Stimmung und überzeugte mit ihrer Stimme ebenso wie mit ihrer charmanten Conference, mit großer Bühnenpräsenz und als ihre Band steuernde Leaderin. Wenn man eine ähnlich konzipierte Musikmelange etwa vom Orchestra Baobab, Habib Koité oder Youssou N’Dour auf höchstem Niveau kennt, ihre repetierenden und soghaften Rhythmus- und Melodiefiguren schätzt, mit denen sie ihre Geschichten erzählen, fallen auch die Unterschiede stärker ins Auge. Wo sich die Systeme stark ähneln – und an die musikhistorisch nachweisbaren Wanderströme der afrikanischen Musik nach Kuba durchaus hörbar sind – sorgt das solistische Können der KünstlerInnen für die Glanzlichter im faszinierenden Strom der afrikanischen Musik. In diesem Bereich liegt das größte Manko von Louris (Tour)band, die kurzen Einwürfe, von Gitarre über Violine bis zum Perkussionisten konnten nicht überzeugen, allein Bassist Stéphane Castry zeigte seine Möglichkeiten auf, stand aber sonst zu sehr im Hintergrund. Vielleicht könnten abwechslungsreichere Arrangements, wie man sie von den „Zap Mamas“ und der aus dem Kongo stammenden Marie Daulne kennt, die inhaltliche Substanz heben, um auch auf großen Bühnen bestehen zu können.
Das künstlerische Potential von Valérie Louri ist in jeder Hinsicht vorhanden, um ihre afrikanischen Chansons samt deren folkloristischen Wurzeln ins 21te Jahrhundert zu transportieren, müssen aber noch zahlreiche musikalische Aufgaben gelöst werden. Einen mitreißenden Abend konnte die Sängerin im gut besuchten Sägewerk den begeisterten BesucherInnen aber auf jeden Fall bieten.

Thomas Hein

Tickets & Info: 06432 / 61 64

Das kommende Programm :


Sa, 20.03.2010 20.30
Sägewerk Bad Hofgastein
Kouyaté & Neerman 4tet


So, 21.03.2010 11.00
Hotel Helenenburg Bad Gastein
JAZZBRUNCH mit dem Harri Stojka 4tet


So, 21.03.2010 20.00
Sägewerk Bad Hofgastein
Michel Portal & Jacky Terrasson


Sie hören den O-Ton vom Konzertereignis
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