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Jean Luc Fillon Trio - LIVE PICS |
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veranstaltungsort: Hotel Kärnten
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fotos: © josef maier,
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Tag 6: Oboen-Lieder - eine Rarität im Jazz
Konzertbericht von Thomas Hein
Oboen-Lieder
Jean-Luc Fillon Trio im Hotel Kärnten in Bad Hofgastein
Der Mittwoch im Kalender des Snow Jazz Gastein-Festivals hat sich seit dem letzten Jahr -
auf Grund der großen Kartennachfrage der Konzertbesucher – 2010 zu Doppelkonzert an zwei
Orten entwickelt. Aus dem Parallelkonzert von 2009 wurde gelernt, gestern gab es nach dem
Auftritt von „Les Doigts de l’Homme“ in Dorfgastein einen frühlingshaften Auto-Corso nach
Bad Hofgastein, wo schon ein Teil des Publikums und die Künstler auf das Startsignal und
weitere Besucher warteten.
Mit Jean-Luc Fillon war ein Musiker auf einem äußerst selten im Jazz zu hörenden Instrument
in der schon bekannten Jazzclub-Atmosphäre des Hotels Kärnten zu erleben: der Oboe. Nur dem
mit dem Worldmusic-Jazzquartett „Oregon“ bekannt gewordene Paul McCandless ist es bis jetzt
gelungen, Aufmerksamkeit für die Oboe zu wecken und einen passenden Platz im Klangbild von
„Oregon“ zu finden. Wo MacCandless aber immer wieder zum Sopransaxofon wechselt, bleibt
Fillon durchgehend bei „seinem“ Instrument. Man merkt ihm die Hingabe an, mit der er mit
großer Brillanz die Schönheit und Zartheit des Klanges der kammermusikalischen, im Orchester
für eine warme Färbung sorgenden Oboe herausarbeitet. Es sind die inneren, impressionistischen
„Holz“-Töne, mit denen Gefühle sehr direkt übersetzt werden können, mit denen auch Fillon seine
von folkloristischem Kolorit geprägten Geschichten erzählte, die vom Portugiesen Joao Paulo sehr
sorgfältig am Klavier eingebettet wurden. In Paolo trifft „Sägewerk“-Geschichte auf die Gegenwart,
hat doch sein Spiel eine unüberhörbare Nähe zum vor bald zwei Jahren tragisch verstorbenen Kollegen
Esbjörn Svensson, dem Festivalgestalter Sepp Grabmaier eng verbunden war. Dieser E.S.T.-Klang schien
den ganzen Abend im künstlerischen Hintergrund zu schweben, machte aus dem abgerundeten und stimmigen
Charakter der einzelnen Stücke im Gesamteindruck des Abends ein lang andauerndes Deja Vu-Erlebnis.
Diesen Eindruck konnte auch der in Wien lebende amerikanische Schlagzeuger und Perkussionist Jarrod
Cagwin nicht zerstreuen, obwohl seine Akzente für die wenigen Überraschungseffekte sorgten und immer
wieder Aufmerksamkeit einforderten. Die Oboe hat es schwer, bei allem instrumentalen Können, großer
Intensität und impressionistischen Qualitäten, bleiben doch die klanglichen Möglichkeiten beschränkt,
Paul McCandless weiss sicher, warum er zeitweise zum Sopransaxofon und anderen „Reed“-Instrumenten
greift, doch gibt es sicher auch andere künstlerisch schlüssige Lösungen.
Thomas Hein
Tickets & Info: 06432 / 61 64
Das kommende Programm :
Do, 18.03.2010 20.30
Ev. Christophoruskirche Bad Gastein
Noel Akchotè
Do, 18.03.2010 22.30
Silverbullet Bad Gastein
La Page Tournee
Fr, 19.03.2010 20.30
Sägewerk Bad Hofgastein
Valerie Louri 6tet
Sa, 20.03.2010 20.30
Sägewerk Bad Hofgastein
Kouyaté & Neerman 4tet
So, 21.03.2010 11.00
Hotel Helenenburg Bad Gastein
JAZZBRUNCH mit dem Harri Stojka 4tet
So, 21.03.2010 20.00
Sägewerk Bad Hofgastein
Michel Portal & Jacky Terrasson
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