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Sonntag, 22.01.2006
20.00
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BEEFOLK
Georg
Gratzer – sax, flute, bassclarinet
Klemens Bittmann –
violin, mandoline
Helgi Hrafn Jonsson – trombone, vocal
Christian Bakanic – accordeon
Christian Wendt – bass
Jörg
Haberl - drums |
Als
"folk-jazziges Kammermusikorkestra" bezeichnet sich Beefólk
. Ausschließlich Eigenkompositionen spielt das Ensemble -
dessen Durchschnittsalter 24 Jahre beträgt - durchwegs
anspruchsvolle, fein durchgearbeitete Stücke, die auf
Folk-Einflüsse vom Balkan, aus Argentinien (Tango) und nicht
zuletzt aus Island, von woher eines der Bandmitglieder stammt,
zurückgreifen und sie mit klassischem Formbewusstsein,
packenden Jazz-Improvisationen und manchmal fast rockig vorwärtspreschender
Energie verbinden.
Schon die Instrumentierung hat eigenes Kolorit: Neben gängigen
Jazz-Instrumenten wie Saxophon, Bassklarinette, Posaune,
Kontrabass und Schlagzeug stechen auch immer wieder Geige,
Mandoline, Mandola und nicht zuletzt ein Akkordeon hervor. Die
stilistische Mischung von Beefólks Musik spiegelt sich nicht
zuletzt im bisherigen Werdegang der Band-Mitglieder. Drei
Beispiele: Geiger Klemens Bittmann etwa hat in Graz ein
klassisches Violinstudium abgeschlossen und zusätzlich in Paris
bei dem Jazzgeiger Didier Lockwood studiert. Akkordeonist
Christian Bakanic ist - neben einer klassischen Ausbildung -
Diplom-Volksmusiker (Steirische Harmonika und Hackbrett) und
verehrt die Tangos Astor Piazzollas sowie die möglichst
vertrackten Rhythmen der Balkan-Folklore. Posaunist und Sänger
Helgi Hrafn Jonsson stammt aus Reykjavik und kam als 19-Jähriger
nach Graz, um dort an der Universität für Musik und
darstellende Kunst zu studieren.
Die musikalische Arbeit dieses ungemein weltoffenen
"Bienenvolks" überzeugt rundum. "Geballte
Energie und jungen, frechen Spirit", wie ihr Kollege
Wolfgang Muthspiel es nennt, hat diese Musik durchweg, und dass
die Band nach einer Tournee in Holland und Belgien ein
euphorisches Presse-Echo hatte, verwundert nicht. Neben
Kompositions-Fleiß und wirbelnder Improvisations-Kraft hat die
Band auch gelassenen Humor zu bieten - eines ihrer Stücke etwa
kommentiert sie mit den Worten: "Eine Opera buffa in fünf
Micro-Szenen - rage against the belcanto"; die Mini-Oper
dauert fünfeinhalb Minuten und klingt zuweilen wie ein
Heavy-Metal-Stück mit anderen Instrumenten.
Dieses Konzertereignis sollte man/frau keinesfalls versäumen! |
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Tickets und Informationen:
06432 / 6164
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