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Die 34jährige Wahlhamburgerin galt jahrelang als
talentierteste Jazzsängerin Deutschlands und ist in der dortigen Szene mittlerweile eine der
gefragtesten Stimmen. Diese ist klangfarblich geprägt von der Balance zwischen Wärme und Coolness. Das
Ergebnis ist ein klarer, feiner, niemals koketter Ton, der spielend zwischen Alt und Sopran
changiert. Stilistisch sieht sie sich in der Tradition von
Shirley Horn, Betty Carter oder Nancy Wilson stehend, diese aber keinesfalls kopierend, vielmehr
in eigener, moderner Form weiterführend. Ihre Kompositionen sind - auch in den Texten - geprägt
von einer kühlen Melancholie, die sie hinter locker swingenden Rhythmen versteckt, sie leben vom
überraschenden Wechsel zwischen elegischem Balladenton und lässig herbeizitiertem Bebop.
Das Quintett überzeugt mit bestens ausbalanciertem Zusammenspiel, in dem sich die Sängerin
weniger als Solistin denn als Vokalistin versteht, die in vielen ihrer Titel in einen konzentrierten
Scat-Gesang übergeht. .
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