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Zwei musikalische Schwergewichte auf der Bühne: Der Altosaxophonist Arthur
Blythe hat sich während der vergangenen vierzig Jahren in die erste Liga der
Saxophonisten gespielt. Und Bob Stewart gilt ohnehin schon seit langem als
führender Jazztubist. Als Duo führen sie Zwiegespräche „auf höchstem Niveau“
(exalted). „Exalted Conversation“ war im November 2001 das Thema eines
Duo-Abends der beiden in der St. Paul’s Kapelle der Columbia Universität. Blythe dazu: „Wir haben Raum gefunden, um uns über die
Dinge, die wir gespielt haben, gegenseitig Anstösse zu geben. So kam unser
Zwiegespräch in Gang.“ Arthur Blythe: 1940 in Los Angeles geboren und in San
Diego aufgewachsen, begann er im Alter von neun Jahren mit Saxophon-Unterricht.
Mit 13 Jahren spielte er in einer Rhythm-and-Blues-Band. Seine Einflüsse waren
Johnny Hodges, Earl Bostic und Tab Smith. Er lernte bald den Jazz kennen: Monk,
Cannonball Adderley und John Coltrane. Ende der fünfziger Jahre zog er wieder
nach Los Angeles und wurde dort Mitglied der dortigen Avantgarde-Jazzszene. Ende
der sechziger Jahre begann er mit Horace Tapscott zusammenzuarbeiten und seine
eigenen Trios zu leiten. Mitte der siebziger Jahre zog er schliesslich nach New
York, wo er mit Chico Hamilton und Gil Evans arbeitete. Für seine eigenen
Projekte setzte er für den Jazz eher ungewöhnliche Instrumente ein: Tuba (für
den New Orleans Jazz), das Cello (für den europäischen Einfluss) und Percussions
(für das afrikanische Element). Darauf aufbauend entwickelte drei
unterschiedliche Projekte, die bis heute ihren Bestand haben: das Tuba-Trio, das
Piano-Quartet, und das String-Sextett. Bob Stewart kam Ende der Sechziger
Jahre nach New York. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer in New York und
Philadelphia gelang es ihm bald einmal, in der New Yorker Szene Fuss zu fassen.
Und so spielte er in seiner nun über 35jährigen Karriere u.a. mit Gil Evans,
Frank Foster, Carla Bley, Dizzy Gillespie, Charles Mingus, McCoy Tyner, Sam
Rivers, Henry Threadgill, Lester Bowie, Howard Johnson, Don Cherry, Ray Anderson
and Nicholas Payton. Bob Stewart ist es zu verdanken, dass die Tuba im modernen
Jazz wieder an Bedeutung gewonnen hat. „Die Tuba, wie man sie kennt, wurde mit
der Einführung des Kontrabasses nach 1923 aus den meisten Ensembles verbannt.
Seither ist das Instrument erst wieder während der letzten 20 Jahre zu hören,
indem Komponisten und Arrangeure es wieder vermehrt eingesetzt haben“, sagt
Stewart. Damit hat Stewart für sein Instrument eine Brücke zwischen 1923 und
heute gebaut und gezeigt, dass die Tuba sowohl als Rhythmus- als auch als
Soloinstrument eingesetzt werden kann.
Fazit: Man höre und staune was die beiden großen Musiker zu sagen haben! .
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