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Wenn sich amerikanische Sessionmusiker im Jahr
2050 zurufen: "Let's play a Joe-Jack", dann werden sie sich vielleicht gar nicht bewusst sein, dass dieser
populäre Swing im 9/8-Takt so um die Jahrhundertwende vom damals noch nicht so bekannten
serbischen Kontrabassisten, Arrangeur und Komponisten ´Nenad Vasilic in den internationalen Jazz-Kosmos
eingeführt wurde und nichts anderes als die Anglisierung des südserbisch-mazedonischen Tanzes
Cocek bedeutet.
"Noch nicht so bekannt" war Nenad Vasilic damals bloß international. Anders in Österreich. Schließlich
hatten er und seine Balkan Band dort mit ihrer ersten CD "Folk Songs" einen Überraschungserfolg
gelandet und die LeserInnen des Magazins "Concerto" kürten ihn sogar zum besten internationalen World-Musiker
des Jahres 2002. Das Geheimnis dieses Erfolges? Sein genuin jugoslawischer Beitrag zu einem World-Jazz,
der sich vom US-Kanon weitgehend emanzipierte.
Man spielt traditionelle Themen und Eigenkompositionen im alten Stil, und führt sie scheinbar mühelos
in modernen Jazz über ohne Bruch zwischen den verschiedenen Formen, ohne spürbare Übersetzungsschwierigkeiten. Die Kraft dieser Musik liegt in der
unprätentiösen Natürlichkeit und überzeugten
Einfachheit.
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